Samstag, 21. Juni 2008

Abschied


Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?

Allein im Nebel tast ich todentlang
und lass mich willig in das Dunkel treiben…
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.

Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr
- und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
doch mit dem Tod der andren muss man leben!

~Mascha Kaléko~


Als das ganze Land feierte,
viele tausend Menschen.
gingst du- ganz allein

Du wolltest mich immer beschützen,
aber für dich war ich nie da.
Es tut mir so unendlich leid
wie gerne hätte ich dich nochmal wieder gesehn.
Doch die Wut war größer als die Einsicht.
Jetzt kann ich nur noch Abschied nehmen.

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